Wale.info
Die Welt der Wale und Delfine


Australischer Stupsfinnendelfin gesichtet

August 9th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

Vor der australischen Küste hatten Wissenschaftler das seltene Glück, den erst 2005 beschriebenen Australischer Stupsfinnendelfin (Orcaella heinsohni) zu filmen. Außerdem konnten sie DNA-Proben entnehmen.

orcaella_heinsohni.jpg

 

Hier finden Sie einen Bericht und Videoaufnahmen bei Spiegel.de

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Buckelwal vor Rügen gesichtet

Juli 30th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

Buckelwal (Megaptera novaeangliae)Wie heute bekannt wurde, haben Biologen am Freitag vor Rügen einen etwa 12 Meter langen Buckelwal beobachtet und fotografiert. Die Biologen beobachteten am Cap Arcona Vögel und sahen auf einmal vor der Küste einen Wal. Trotz der Entfernung konnten sie anhand der charakteristischen, ⅓ der Körperlänge erreichenden Flipper, gut erkennen, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Sie konnten den Wal gut zwei Stunden lang dabei beobachten, wie er mehrfach hoch aus dem Wasser schoss und sich zurückfallen lies. Das ist eine typische Verhaltensweise von Buckelwalen.

Vermutlich ist der Wal bei seiner üblichen Sommerroute in die Antarktis einem Fischschwarm gefolgt und dabei durch die Nordsee in die Ostsee gelangt. Wie lange er sich hier aufhalten wird, ist ungewiss. Die Ostsee bietet diesen Tieren zu wenig Nahrung, allerdings können Buckelwale auch ohne ausreichende Nahrung eine ganze Weile auskommen. 

Buckelwale in der Ostsee kommen sehr selten vor. Der letzte Fall, dass in Deutschland ein Buckelwal gesichtet wurde, liegt schon 30 Jahre zurück. Damals am 24. August 1978 wurde ein gut 10 Meter langer Buckelwal ebenfalls vor Rügen gesichtet. Davor liegt die letzte dokumentierte Sichtung aus dem Jahr 1851 schon weit über 100 Jahre zurück.

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WWF: Wale nicht schuld an Überfischung

Juni 24th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

WWF-Berichte decken Schein-Argumente der Walfangnationen auf

Zu Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile hat der WWF die Behauptung zurückgewiesen, dass Großwale an den zusammenbrechenden Fischbeständen schuld seien. Diese These hatten japanische Wissenschaftler aufgestellt und gefordert, Wale zum Schutz der Fischerei gezielt zu töten. In drei Berichten belegt der WWF gemeinsam mit der Human Society International (HSI) und dem Lenfest Ocean Programme, dass der drastische weltweite Rückgang der Fischbestände nichts mit dem Nahrungsbedarf von Großwalen zu tun hat. Zuvor hatten bereits Forscher aus aller Welt die so genannte „Wale fressen unseren Fisch-These“ teils heftig zurückgewiesen.

„Die Überfischung der Meere ist auf die industrielle Raubbau-Fischerei und den gestiegenen weltweiten Konsum zurückzuführen“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. Weltweit leben über 41 Millionen Menschen von Fischerei, die meisten in Entwicklungsländern. Die Nachfrage nach Fisch hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt und lag nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO 2007 bei 17,4 Kilo pro Kopf weltweit. 40 Prozent des gefangenen Fisches werden international gehandelt.

Die neuen Studien des WWF zeigen, dass die Fische, die auf dem Speiseplan von Walen stehen, für die Fischerei nicht attraktiv sind. „Großwale lieben Tiefsee-Fische, die für uns nicht essbar, zum Teil sogar giftig sind“, erläutert Homes. „Es besteht keine Konkurrenz zwischen Wal und Mensch um Speisefisch.“

Auch die Behauptung, wegen der Wale nähme die Größe der gefangenen Fische immer weiter ab, wird durch die WWF-Berichte widerlegt. Wale bevorzugen die kleinen Fische einer Art. Die Fischerei dagegen sucht sich bei den Arten, die sie fängt, die dicksten Fische zuerst. Das Ergebnis: In Fischernetzen landen vorwiegend kleine Fische, weil die großen bereits abgefischt sind.

Die japanische These hatte zuletzt vor allem unter Entwicklungsländern, die mit der Überfischung ihrer Gewässer zu kämpfen haben, Anhänger gefunden. Homes: „Es ist perfide zu behaupten, nicht die hoch subventionierten Industrie-Flotten der reichen Staaten seien an der Ausbeutung schuld, sondern Großwale. Die Industriestaaten müssen zu ihrer Verantwortung für die Überfischung stehen und sie bekämpfen, statt Meeressäugetiere zum Sündenbock zu machen, die seit Millionen Jahren Seit an Seit mit großen Fischbeständen geschwommen sind.“

WWF Deutschland
Presseinformation

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Chile erklärt Hoheitsgewässer zum Walschutzgebiet

Juni 24th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile erklärte die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet die Hoheitsgewässer Chiles zum Schutzgebiet für Wale. Das Gesetz beinhaltet ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Millionen Quadratkilometer umfassenden Gebiet. In der als Museum umgewandelten ehemaligen Walfangstation Quintay sagte die Staatschefin „Kein Wal darf mehr in unseren Hoheitsgewässern gejagt werden“.

Bei der Jahrestagung der IWC in Santiago de Chile wird auch über ein Schutzgebiet für Wale und Delfine im südlichen Atlantik beraten. Ein Antrag wurde von der sogenannten Buenos-Aires-Gruppe, der zahlreiche lateinamerikanische Länder angehören, eingereicht. Der Antrag sieht die Einrichtung einer Zone vor, in der Walfang dauerhaft verboten ist und das Beobachten von Walen gefördert wird. Damit der Antrag angenommen wird, müssen 75% der 80 IWC-Mitgliedsstaaten zustimmen, was in einem vorangegangenen Versuch nicht erreicht wurde.

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Zur 60. IWC-Tagung in Santiago de Chile (23.-27. Juni): Wie die Wale gerettet werden können

Juni 23rd, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

10 WWF-Forderungen an die IWC-Staaten vor Beginn der 60. IWC-Tagung am Montag

Heute beginnt die 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Santiago de Chile. Bis zum 27. Juni debattieren die mittlerweile 80 Mitgliedsstaaten über die Zukunft von Walen, Delfinen und Tümmlern. Doch um was geht es in Chile genau? Der WWF sagt, was geschehen muss, damit viele der hoch bedrohten Meeressäuger – vom über 30 Meter langen Blauwal, dem größten Tier der Erde, bis zum kleinen Zwergwal – auch in drei Jahrzehnten noch in unseren Weltmeeren schwimmen.

Die zehn WWF-Forderungen an die Staaten der IWC

1. Walfang stoppen: Seit 1986 wird den Walen offiziell eine Atempause eingeräumt. Seither gilt ein Moratorium für den kommerziellen Walfang  aller Großwalarten. Drei Staaten jedoch machen weiter Jagd auf diese Wale und legen ihre Fangquoten noch dazu selbst fest: Island, Norwegen und Japan. Norwegen hat Einspruch gegen das Moratorium eingelegt und ist damit nach den Statuten der Konvention nicht an das einstweilige Verbot gebunden; Japan und Island berufen sich auf den „wissenschaftlichen Walfang“ (s.u.), nutzen die getöteten Tiere jedoch für den eigenen nationalen Walfleischmarkt. Der WWF fordert den sofortigen Stopp des „wissenschaftlichen“ Walfangs. Die Konsumenten in den Walfang-Nationen stehen auf Seiten der Wale, immer weniger Menschen wollen das Fleisch noch kaufen. 

2. Den Anachronismus „Wissenschaftlicher Walfang“ abschaffen: Die IWC-Konvention stammt aus dem Jahre 1946. In Artikel VIII wird den Mitgliedsstaaten das Recht eingeräumt, sich selbst die Erlaubnis auszustellen, Wale für „wissenschaftliche Zwecke“ zu töten. Dieser Anachronismus – es gibt anerkannte Methoden, Wale wissenschaftlich zu untersuchen, ohne sie zu töten – muss aufgelöst werden. Schließlich deckt er selbst die Tötung stark bedrohter Arten wie des Sei- und des Finnwals. 

3. Ertrinken von Walen und Delfinen in Fischereinetzen beenden: Nach WWF-Schätzungen ertrinken jedes Jahr etwa 300.000 Wale, Delfine und Tümmler in den Netzen der Fischereiindustrie als ungewollter so genannter Beifang. Es gibt technische Lösungen, die helfen, den Beifang zu verringern. Der WWF fordert, diese Methoden als gute Fischereipraxis international verpflichtend einzuführen.

4. Klimawandel bekämpfen: Der Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben. Steigt die globale Temperatur um mehr als zwei Grad Celsius an, könnte dies unweigerlich das Aus für eine Vielzahl heute bedrohter Meeressäuger bedeuten. Nach den Prognosen einer neuen WWF-Studie wird allein der Lebensraum der Wale im Südpolarmeer in 35 Jahren um bis zu ein Drittel geschrumpft sein. Auch um der Wale willen fordert der WWF deshalb einen konsequenten Kampf gegen den Klimawandel. 

5. Meeresverschmutzung bremsen: Chemikalien, tote Zonen ohne Sauerstoff, Lärm durch Schiffsverkehr: die blauen Weiten der Ozeane sind alles andere als idyllisch. Meerestiere sind starkem Stress ausgesetzt. Die Folge: Abmagerung, Fortpflanzungsunfähigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Der WWF fordert die IWC auf, Verantwortung für den Schutz der Meere zu übernehmen. Dazu gehört auch die konsequente Absage an Öl- und Gasförderung in wichtigen Walgebieten – zum Beispiel vor der russischen Insel Sachalin, vor der die wichtigsten Nahrungsgründe der letzten einhundert Westpazifischen Grauwale liegen.

6. Schiffskollisionen vermeiden: Viele Wale, Delfine und Tümmler kommen jedes Jahr ums Leben, weil sie mit Schiffen zusammenstoßen oder in Schiffsschrauben geraten. Schuld ist auch der starke Lärm unter Wasser und die Nutzung von Radar, der die empfindlichen Tiere in ihrer Orientierung stört. Der WWF fordert, alle technischen Möglichkeiten auszunutzen, um die Gefahren für Wale zu vermindern.

7. Auf die Forschung hören: In den letzten Jahren hat die vor allem von Japan und Island unterstützte Behauptung  in der IWC Karriere gemacht, Wale seien schuld am Zusammenbruch vieler Fischbestände. Wissenschaftlich ist diese These längst vielfach widerlegt worden. Der WWF fordert, diese unseriöse Behauptung gemäß der wissenschaftlichen Fakten ein für allemal von der Agenda der IWC zu streichen. Dazu wird der WWF zusammen mit anderen Organisationen kommende Woche Berichte veröffentlichen und erneut belegen, dass einzig die nicht nachhaltig betriebene industrielle Fischerei die Überfischung bewirkt. 

8. Schutzgebiete schaffen und finanzieren: An Land ist es selbstverständlich, auf hoher See die absolute Ausnahme: Weniger als ein Prozent unserer Weltmeere ist unter Schutz gestellt. Dies soll sich ändern, haben 190 Staaten auf dem UN-Naturschutzgipfel in Bonn vor rund drei Wochen beschlossen. Nun können 80 von ihnen beweisen, dass es ihnen ernst ist mit diesem Bekenntnis. Der WWF fordert die rasche Ausweisung von Meeresschutzgebieten und die notwendige Finanzierung (z.B. für Kontrollen), um den Walen Refugien zu bieten, in denen sich ihre Bestände erholen können.

9. Die Lähmung der IWC beenden: Seit Jahren wird auf IWC-Konferenzen nur noch um Mehrheiten geschachert: Überstimmen die Walfangbefürworter die Walschützer? Japan hat bereits vor einigen Jahren öffentlich zugegeben, Entwicklungsländern Geld zu bieten, damit sie in die IWC eintreten und dort für Japans Vorschläge stimmen. Inzwischen haben beide Seiten einen nahezu identischen Stimmenanteil. Die inhaltliche Arbeit ist durch diese Pattsituation fast vollständig zum Erliegen gekommen. Der WWF fordert ein Ende des Stimmenfangs für den Walfang und eine Konzentration auf die Lösung der Probleme.

10. Die IWC reformieren: Sollen die weltumspannenden Gefahren für Wale und Delfine auf der IWC verhandelt werden? Die Walfangnationen sagen nein, die Walschutzstaaten ja. Dabei brauchen Wale internationalen Schutz dringend wie nie: Alle anderthalb Minuten stirbt ein Wal. Im vergangenen Jahr hat die IWC beschlossen, nach neuen Wegen für die Konvention zu suchen. Der WWF fordert eine Reform, die Wale endlich schützt.

WWF Deutschland
Presseinformation

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26 Meter langes Blauwal-Modell zieht ins Ozeaneum

Juni 5th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein

Schwertransport rollt am frühen Morgen durch Stralsund

Stralsund (ots) - Der Gigant unter den Wal-Modellen der Greenpeace-Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ ist heute Morgen an seinem endgültigen Bestimmungsort im neuen Ozeaneum in Stralsund angekommen. Ein Schwertransport brachte das 26 Meter lange Blauwal-Modell aus der Fertigungshalle in Lüdershagen bei Stralsund zum Ozeaneum direkt am Stralsunder Hafen. Der Blauwal ist der erste von sieben Meeresriesen, die als lebensgroße Modelle ab dem 12. Juli im Ozeaneum besichtigt werden können. Greenpeace präsentiert die Ausstellung gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum.

„Dies ist ein wichtiger und spannender Moment in der Vorbereitungsphase unserer Ausstellung“, sagt Thomas Henningsen, Projektleiter bei Greenpeace. „Das Blauwal-Modell hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir freuen uns darauf, mit Hilfe dieser naturgetreuen Exponate viele Menschen für den Schutz der Meere begeistern zu können.“

Fünf Monate dauerte die Fertigung des Blauwal-Modells. Ein Stahlgerüst im Bauch des Wales sorgt für die nötige Stabilität. Den Walkörper schnitzten und raspelten Bildhauer aus Styroporblöcken in Form. Spezialspachtel, Brandschutzfarbe und glasfaserverstärktes Polyesterharz sorgen für eine glatte, dehnbare und feuerresistente Oberfläche. Schließlich erhielt der Blauwal die für seine Art typische Farbe durch eine Lackierung. Die künstlerische Gestaltung verantwortet Peter Ardelt, Figurenbauer aus Dresden. Mit der Realisierung von „1:1 Riesen der Meere“ hat Greenpeace den Berliner Ausstellungsbauer Molitor GmbH beauftragt.

In der 20 Meter hohen Ausstellungshalle des Ozeaneums werden die Besucher auf Liegen unterhalb der Exponate die Dimensionen der „Riesen der Meere“ mit allen Sinnen erfahren. Neben dem Blauwal werden ein 16 Meter langes Buckelwalweibchen mit Kalb, ein 15 Meter langer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein acht Meter langer Orca und eine Riesenalge zu sehen sein. Auch über die Bedrohungen der Wale wird die Ausstellung informieren. Die Auswirkungen des Klimawandels, Überfischung und die Verschmutzung ihres Lebensraumes sind heute neben dem Walfang die größten Gefahren für den Bestand der Wale. Greenpeace erweitert damit seine weltweiten Aktivitäten zum Schutz der Meere.

Die Buckelwalmutter, der Pottwal, der Riesenkalmar und der Kelp entstehen derzeit in zwei  Ateliers in Dresden und Stralsund. Orca und Buckelwalkalb sind bereits fertig gestellt. Anschließend werden alle Wale am Dach der Ausstellungshalle aufgehängt.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Greenpeace-Projektleiter Thomas Henningsen mobil unter 0171-8780 833 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt mobil unter 0151-145 330 87. Foto- und Filmmaterial erhalten Sie unter Tel. 040-30618 -376 und -375. Mehr Informationen im Internet unter www.greenpeace.de und im aktuellen Weblog unterhttp://blogs.greenpeace.de/riesendermeere.

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Greenpeace fordert Schutzgebiet für Blauwale

Mai 31st, 2008 by admin, Filed under - Walschutz

Umweltschützer gehen in 29 Städten auf die Straße

Hamburg (ots) - Für die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik und den Stopp des Walfangs im Südpolarmeer gehen heute bundesweit 29 ehrenamtliche Greenpeace-Gruppen auf die Straße. Die Umweltschützer infomieren über die Gefährdung und den Schutz der Meeresriesen. Erwachsene können sich mit ihrer Unterschrift für den Schutz der Wale einsetzen und den dänischen Umweltminister zur Einrichtung eines Walschutzgebietes im südlichen Atlantik auffordern. Dort treffen sich vom Aussterben bedrohte Blauwale und Finnwale zur Paarung. Trotz des seit 20 Jahren geltenden Fangverbotes haben sich viele Bestände noch nicht erholt. In Santiago de Chile debattiert die Internationale Walfangkommission (IWC) derzeit über künftige Fangquoten und einen besseren Schutz der Tiere.

„Wale brauchen Schutzgebiete“, sagt Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace. „Die dänische Regierung blockiert jedoch seit Jahren die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik und schiebt dafür ein Bevölkerungsinteresse vor. Damit isoliert sich Dänemark innerhalb der EU als Walfang-Befürworter. Europa muss für den Schutz der Wale mit einer Stimme sprechen.“

Bis 2001 zählte Dänemark zu den Walfang-Gegnern. Mit dem damaligen Regierungswechsel jedoch änderte sich die dänische Position in der IWC. Das Land wechselte ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich auch im dänischen Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet in diesem Jahr nun erneut vorgeschlagen.

Auch an anderer Stelle setzt sich Greenpeace für den Walschutz ein. Naturgetreue Modelle eines 26 Meter langen Blauwals, eines Orcas, einer Buckelwalmutter mit Kalb und anderen „Riesen der Meere“ präsentiert die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab 12. Juli im neuen OZEANEUM in Stralsund. Diese weltweit einmalige Ausstellung soll die Besucher faszinieren und vom notwendigen Schutz der Meeresgiganten überzeugen.

Greenpeace kämpft seit 1972 für den Schutz der Wale und gegen den kommerziellen Walfang. Auch in diesem Jahr wurden erneut hunderte Großwale im antarktischen Schutzgebiet sinnlos abgeschlachtet. Die japanische Regierung rechtfertigt ihre Jagd mit wissenschaftlichen Zwecken. Sie ignoriert jedoch das Fangmoratorium der IWC von 1982 und missachtet das antarktische Walschutzgebiet. Dabei kann sie sich der Unterstützung Dänemarks sicher sein.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Thilo Maack mobil unter 0171 - 8780 841 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Bughardt mobil unter 0151 - 145 330 87. Fotomaterial erhalten Sie unter 0151 - 145 330 87. Mehr Infos unter: www.greenpeace.de und im aktuellen Weblog unter blogs.greenpeace.de/riesendermeere

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Island gefährdet Tourismus durch Waljagd

Mai 20th, 2008 by admin, Filed under - Walschutz

München, 20. Mai 2008: Islands Fischereiminister, Einar K. Gudfinnsson, erteilte gestern die Erlaubnis zum Abschlachten von 40 Nördlichen Zwergwalen für kommerzielle Zwecke. Die isländische Walfanglobby gab daraufhin bekannt, sofort mit der Jagd zu beginnen. Diese Entscheidung steht im deutlichen Widerspruch zu der letztjährigen Ankündigung Gudfinnssons, aus wirtschaftlichen Gründen keine weiteren Genehmigungen für kommerzielle Fangquoten zu erteilen.

Der Entscheidung waren heftige Diskussionen innerhalb Islands zwischen Befürwortern der „old“ und „new“ Economy vorausgegangen. Während die alteingesessenen Walfangbefürworter die Meeressäuger als Bedrohung der kommerziellen Fischbestände sehen, treten Tourismusvertreter vehement für einen umfassenden Walschutz ein, da die Walbeobachtung längst zu einer zentralen Stütze des isländischen Tourismus geworden ist. Unerwartet kam dann auch die klare Distanzierung von dem Beschluss durch Islands Außenministerin Ingibjorg Solrun Gisladottir, die gegenüber der Presse davor warnte, langfristige Interessen einem kurzfristigen Profitstreben zu opfern.

“Die isländische Regierung riskiert durch die Fortsetzung des sinnlosen und subventionierten kommerziellen Walfangs andere Wirtschaftszweige. Denn schon neun Touristen, die nach Island zum Whale Watching reisen, erbringen den Verkaufserlös eines getöteten Zwergwales“, sagt Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS in Deutschland.

Während die WDCS die Kritik der isländischen Außenministerin als ein erstes starkes Signal für Veränderungen innerhalb des Landes wertet, fordert Entrup aber auch eine Reaktion der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union: „Wie ernst es die EU mit dem Walschutz meint, wird sich jetzt auch in Island und auf der in einem Monat stattfindenden Walfangkonferenz (IWC) zeigen“, sagte Entrup in München. Die IWC findet von 23. bis 37. Juni 2008 in Santiago, Chile, statt.

Zwischen 2003 und 2007 wurden in Island insgesamt 200 Zwergwale unter dem Deckmantel der „wissenschaftlichen Forschung“ getötet. 2006 tötete Island trotz bestehendem kommerziellen Walfangverbotes sieben Zwerg- und sieben stark gefährdete Finnwale.

Dies ist eine Pressemitteilung der Whale and Dolphin Conservation Society.

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Trotz mangelnder Nachfrage beginnt in Norwegen die Jagd auf Wale

Mai 2nd, 2008 by admin, Filed under - Walschutz

München, 2. Mai 2008: Die kommerzielle Walfangsaison hat in Norwegen begonnen, der erste Wal wurde erlegt. Trotz sinkender Nachfrage für Walfleisch dürfen bis zu 1052 Nördliche Zwergwale getötet werden. Diese von der norwegischen Regierung selbst auferlegte Fangquote hat sich in den vergangenen vier Jahren nahezu verdoppelt und steht im Widerspruch zu dem international gültigen kommerziellen Walfangverbot. Erreicht wurde diese Fangquote in den vergangenen Jahren jedoch nicht. In den Fangsaisonen 2006 und 2007 lag die tatsächliche angelandete Zahl harpunierter Zwergwale jeweils bei weniger als 600 Tieren. Im Jahr 2006 wurde die Jagd sogar für drei Wochen ausgesetzt, weil die Walfänger ihre Ware von den bereits erlegten Tieren nicht absetzen konnten.

„Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind angehalten, sich dem Problem der Waljagd in europäischen Gewässern zu stellen und eine entsprechende klare Position gegenüber Norwegen und Island einzunehmen. Dazu gehören auch Verhandlungen mit der dänischen Regierung, die seit Jahren die Bemühungen der Walfangländer zur Legalisierung des kommerziellen Walfangs unterstützt und somit gegen die Zielsetzung gültiger Rechtsbestimmungen der Europäischen Union agiert“ sagt Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS in Deutschland.

Norwegens fortwährender kommerzieller Walfang kostet die Regierung hunderttausende Euro an Subventionen. Diese beinhalten die Befreiung von der Treibstoffsteuer sowie die Entsorgung, Lagerung und Verarbeitung des Walfetts für das es im eigenen Land keinen Markt gibt. Auch finanzierte die norwegische Regierung die Errichtung der neuen Walverwertungsanlage Lofothval. Entsprechend intensiv sind die Bestrebungen der Walfangstaaten, das internationale Handelsverbot für Walprodukte aufzuheben. Dieser Versuch schlug jedoch bei der Artenschutzkonferenz (CITES) im Sommer 2007 mächtig fehl.

„Die Walfangländer haben vieles gemeinsam: sie halten sich nicht an internationale Beschlüsse, die Nachfrage an Walfleisch ist rückläufig und die jeweiligen Regierungen stellen weiterhin Steuergelder in Millionenhöhe bereit, um die sinnlosen Waltötungen fortzusetzen“ kommentiert Entrup von der WDCS. „Richtet sich das Augenmerk der Öffentlichkeit aber meist auf Japan, ist die kommerzielle Waljagd in Europa von der selben Ignoranz gegenüber internationalen Konventionen und Artenschutzbemühungen geprägt“ kritisiert Entrup.

Das ist eine Pressemitteilung der WDCS Deutschland.

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Wale und Delfine im Mittelmeer stark bedroht

April 29th, 2008 by admin, Filed under - Allgemein ~ Walschutz

Naturschutzorganisationen bilden eine Allianz zum Schutz der Meeressäuger in der Mittelmeerregion.

Viele Küstenbewohner und Touristen wissen nicht, dass rund 15 verschiedene Arten von Walen und Delfinen im Mittelmeer auftauchen, acht davon regelmässig. Zunehmende menschliche Aktivitäten gefährden diese Tiere immer stärker. Das Überleben von vier Arten ist auf Messers Schneide. Bereits akut vom Aussterben bedroht ist die Population der Orcas in der Straße von Gibraltar.

Besorgniserregend ist auch die Situation für den Gewöhnlichen Delfin. Noch vor kurzem war er von Gibraltar bis zum Bosporus der meistverbreitete Meeressäuger. Heute wird er nur noch selten gesichtet. Dafür trifft man ihn auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten an. Aus der Adria ist der Gewöhnliche Delfin aufgrund menschlicher Einflüsse bereits verschwunden, nun droht ihm dieses Schicksal auch im Ionischen Meer. „Das Mittelmeer ist ein klassischer Fall von Misswirtschaft im Bereich der Fischerei. Beifang und Überfischung gefährden die Meerestiere an der Spitze der Nahrungskette, darunter auch die Wale und Delfine“, erklärt Sigrid Lüber von OceanCare.

„Sofortiges Handeln ist notwendig. Doch die Regierungen haben bisher darin versagt, wirkungsvolle Schutzmassnahmen umzusetzen und damit Walen und Delfinen in der Region eine Zukunft zu sichern“, sagt Nicolas Entrup von der WDCS.

Als Antwort auf die politische Untätigkeit haben sich Forschungsinstitute und Schutzorganisationen nun in der Cetacean Alliance zusammengeschlossen. Ziel des einflussreichen Netzwerks ist der Erhalt der Artenvielfalt im Mittelmeer sowie die Reduktion negativer menschlicher Einflüsse auf die Meeressäuger.

Die Cetacean Alliance unterhält mit www.cetaceanalliance.org eine Webseite, die Informationen zur aktuellen Situation der Meeressäuger sowie zu diversen Forschungs- und Schutzprojekten zugänglich macht. Mit Forschungsdaten, Videos, Lehrmittel und Umwelttipps sollen bei Regierungsmitgliedern sowie einer breiten Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Probleme geschärft und Handlungsimpulse ausgelöst werden.

Das ist eine Pressemitteilung der WDCS Deutschland. Für weitere Informationen:

Sigrid Lüber, OceanCare: Telefon +41 79 475 26 87, slueber@oceancare.org
Nicolas Entrup, WDCS Deutschland: Telefon +49 171 1423 117, nicolas.entrup@wdcs.org
Giovanni Bearzi, Tethys Research Institute: giovanni.bearzi@gmail.com

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