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Archiv für März, 2008

Delfin Moko rettet Zwergpottwale

14. März 2008 Keine Kommentare

In Neuseeland hat das Delfinweibchen „Moko“ zwei Zwergpottwale – eine Mutter mit ihrem Kalb – gerettet, nachdem diese in Mahia Beach, rund 500 Kilometer nordöstlich von Wellington/Neuseeland, gestrandet waren. Tierschützer hatten vergeblich versucht die beiden Wale wieder ins offene Wasser zu bringen. Die Tiere waren aufgrund der Strapazen sehr geschwächt und strandeten immer wieder auf einer Sandbank. Malcolm Smith, ein Mitarbeiter der Umweltbehörde, sagte „Wir hatten schon befürchtet, die Tiere einschläfern zu müssen, um ihnen einen qualvollen Tod zu ersparen“.

Womit die Tierschützer jedoch nicht gerechnet hatten, war das Delfinweibchen „Moko“, welches seit ca. einem Jahr immer wieder in der Buch auftaucht und die Nähe zum Menschen sucht. „Moko“ hatte offenbar die „Hilferufe“ der beiden Wale gehört und näherte sich ihnen. Nach Angaben von Augenzeugen kommunizierten die Wale offenbar miteinander. „Moko“ führte die beiden Wale dann 200 Meter parallel vom Strand zu einem Kanal, der ins offene Meer führte.

Da die beiden Zwergpottwale danach nicht mehr gesichtet wurden, kann man von einer erfolgreichen Rettungsaktion ausgehen. „Moko“ kam danach übrigens gleich wieder zurück und suchte die Nähe von Menschen.

Hoffnung für die Amazonas-Delfine?

13. März 2008 Keine Kommentare

Umfassende Flussdelfin-Zählung belegt Verbreitung in allen geeigneten Flüssen

Frankfurt: Nach sieben aufwändigen Forschungsexpeditionen stehen die Ergebnisse der bislang weltweit größten Flussdelfin-Zählung fest: Insgesamt registrierten vom WWF finanzierte Forschungsteams in Südamerika über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren 3.188 Exemplare der gefährdeten rosa und grauen Amazonas-Flussdelfine. WWF-Experte Petr Obrdlik: „Wir sind sehr erleichtert, dass wir trotz Wasserverschmutzung, Jagd und dem Bau riesiger Wasserstraßen und Dämme noch in allen geeigneten Verbreitungsgebieten beachtliche Populationen gefunden haben.“ Alles in allem schätzt man den Bestand der Amazonas-Flussdelfine auf mehrere zehntausend Tiere.

Amazonas-Flussdelfine sind in nahezu allen Gewässern zuhause, die mit den beiden großen Strömen Amazonas und Orinoko in Verbindung stehen. Man findet sie nicht nur in Flüssen und Seen, sondern bei Hochwasser sogar in überschwemmten Waldflächen und Lagunen. Die Delfine sind mittlerweile vielfältigen Bedrohungen ausgesetzt: Von Fischern werden sie gejagt oder unbeabsichtigt als Beifang getötet. Hinzu kommt die steigende Umweltverschmutzung im ganzen Amazonasbecken: Aus maroden Leitungen versickert das Öl, aus der industrialisierten Landwirtschaft fließen Pestizide, der Goldrausch spült hochgiftiges Quecksilber in die Gewässer. In der Folge verändern sich die Ökosysteme der Flüsse und damit die Lebensbedingungen der sensiblen Delfine. Eine besondere Gefahr sieht WWF-Experte Petr Obrdlik in riesigen Infrastrukturprojekten, die zum Teil bereits begonnen wurden beziehungsweise geplant werden. Der Bau von Wasserstraßen und Dämmen zerschneide die „guten Stuben“ der Flussdelfine und mache ein Überleben einzelner Populationen nahezu unmöglich.

Da Petr Obrdlik selbst an ähnlichen Delfin-Zählungen am Mekong teilgenommen hat, kann er die Lage der weltweit fünf verschiedenen Arten sehr gut beurteilen: „Wenn wir verhindern wollen, dass sich die Situation der Amazonas-Delfine so zuspitzt wie bei den asiatischen Flussdelfinen, müssen wir die fortschreitende Umweltzerstörung in Amazonien umgehend beenden. Dank der aktuellen Zählung haben wir nun die erforderlichen Basisdaten, um konkret für die einzelnen Delfin-Vorkommen aktiv zu werden.“ Als Delfin-Experte ist er äußerst besorgt, denn: Die Anzahl der asiatischen Flussdelfine wie beispielsweise der Irawadi-Delfine sei bis dato so stark geschrumpft, dass bereits jeder einzelne Todesfall den Erhalt der gesamten Art bedroht.

Als Flussdelfine werden alle Zahnwale bezeichnet, die im Süßwasser vorkommen. In Südamerika leben neben dem rosa Amazonasdelfin (auch: Inia) und dem grauen Amazonasdelfin (auch: Sotalia) weitere Flussdelfine im Rio La Plata. Die asiatischen Arten sind in den Flüssen Indus, Ganges, Irawadi, Mekong, Jangste und Mahakam zuhause.

Den 21seitigen Report „First evaluation of abundance of the three river dolphin species (Inia geoffrensis, I. boliviensis, and Sotalia fluviatilis) in the Orinoco and Amazon River Basins, South America“ können Sie beim WWF herunterladen (PDF: 1,1 MB)

Dies ist eine Pressemitteilung des WWF.

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