An der Westküste Australiens sind schon wieder Wale gestrandet. Helfer entdeckten am Montagmorgen eine Gruppe von ca. 80 Kleinen Schwertwalen und Großen Tümmlern an einem Strand 270 Kilomenter südlich von Perth. Obwohl Dutzende Freiwillige alles unternahmen, die Wale wieder ins Meer zu bugsieren, starben mindestens 67 Tiere.
Seit Dezember 2008 wurden an den Küsten der Niederlande mehr als 110 tote Schweinswale (Phocoena phocoena) angespült. Die Tiere waren zum Teil „furchtbar zerstückelt“, was auf einen Fischerei-Skandal hindeutet, teilte die Gesellschaft zur Rettung der Delphine mit. Noch nie wurden so viele tote und verstümmelte Schweinswale angespült, so die holländische Polizei, die von einem Rätsel spricht. Die Kadaver der Schweinswale werden zurzeit an der Universität Utrecht untersucht. Tierschützer nehmen an, dass sich die Schweinswale in den Netzen von Fischerbooten verfangen haben und ertrunken sind oder von Fischern getötet wurden.
Gestern Nacht sind an einem Strand der Insel King Island zwischen dem australischen Festland und Tasmanien etwa 200 Wale (hauptsächlich Grindwale und einige Delfine) gestrandet. Erste eingetroffene Helfer berichten, dass nur noch 60 der gestrandeten Tiere leben. Tierschützer und Anwohner versuchen die Tiere feucht zu halten und bis zum Eintreffen der Flut vor der Austrocknung zu schützen.
Die Gründe für die Strandung sind noch unklar. Auch wenn die Zahl der gestrandeten Tiere ziemlich hoch ist, kommt es leider immer wieder vor, dass sich Wale in seichtes Gewässer verirren und stranden.
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Update: Der unermütliche Einsatz der Helfer wurde zumindest teilweise belohnt. Wie der Wildhüter Chris Arthur berichtet, konnten 54 der gestrandeten Wale und Delfine bei einsetzender Flut wieder ins offene Wasser gebracht werden. Alle Tiere wurden laut Behörden mit Peilsendern versehen, sodass ihr Standort eine Weile verfolgt werden kann.