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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

200 Wale vor Australien gestrandet (Update)

2. März 2009 Keine Kommentare

Gestern Nacht sind an einem Strand der Insel King Island zwischen dem australischen Festland und Tasmanien etwa 200 Wale (hauptsächlich Grindwale und einige Delfine) gestrandet. Erste eingetroffene Helfer berichten, dass nur noch 60 der gestrandeten Tiere leben. Tierschützer und Anwohner versuchen die Tiere feucht zu halten und bis zum Eintreffen der Flut vor der Austrocknung zu schützen.

Die Gründe für die Strandung sind noch unklar. Auch wenn die Zahl der gestrandeten Tiere ziemlich hoch ist, kommt es leider immer wieder vor, dass sich Wale in seichtes Gewässer verirren und stranden.


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Update: Der unermütliche Einsatz der Helfer wurde zumindest teilweise belohnt. Wie der Wildhüter Chris Arthur berichtet, konnten 54 der gestrandeten Wale und Delfine bei einsetzender Flut wieder ins offene Wasser gebracht werden. Alle Tiere wurden laut Behörden mit Peilsendern versehen, sodass ihr Standort eine Weile verfolgt werden kann.

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Wale nicht am Rückgang der Fischbeständen schuld

17. Februar 2009 Keine Kommentare

Eine neue Studie der Meeresbiologin Kristin Kaschner widerlegt eine alte Hypothese von Walfängern, nach der Wale in direkter Konkurrenz zur Fischerei stehen und Schuld am Rückgang von Fischbeständen sind. Aus diesem Grund fordern Walfangnationen wie Japan immer wieder die Dezimierung der Walbestände um die Fischfangmengen erhöhen zu können und versuchen auch kleiner Länder in Nordwestafrika und der Karibik dafür zu gewinnen.

In Ihrer Studie untersuchte Kristin Kaschner mit amerikanischen und kanadischen Kollegen die Gewässer vor Nordafrika und der Karibik und entwickelten anhand der Daten Modelle des Ökosystems dieser Meeresgebiete. Mit den Modellen simulierten sie, was passieren würde, wenn die Walbestände in diesen Ökosystemen verringert würden. Es zeigte sich, dass selbst eine komplette Ausrottung aller Großwale in den untersuchten Gebieten einen sehr geringen Anstieg der Nutzfischbestände bringen würde. Im Gegenzug konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass schon kleine Veränderungen im Fischereimanagement einen deutlichen Anstieg der Fischbestände zur Folge hätten.

Walfang keine Lösung

Die Wissenschaftler folgern aus ihrer Arbeit, dass Walfang keine Lösung für die massiven Fischereiprobleme – besonders für Entwicklungsländer – ist. Die Hauptprobleme liegen bei der Faktoren wie lokalem Missmanagement, der Ausbeutung tropischer mariner Ressourcen durch große Industrienationen sowie den Auswirkungen des Klimawandels. Diese Probleme müssen in einem globalen Kontext betrachtet werden und geeignetere Wege als Walfang aus der Fischereikrise gesucht werden.

Quelle: scinexx

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Vorfahre der Wale bekam Junge an Land

4. Februar 2009 5 Kommentare
maiacetus_fossils_800.jpg Der ausgestorbene Urwal Maiacetus inuus, der im Eozän vor etwa 50 Mio Jahren lebte, ist vermutlich einer der letzten Walvorfahren, der teilweise noch an Land gelebt hat. Dies fanden Forscher um Philip Gingerich von der University of Michigan heraus, als sie ein 47,5 Mio Jahre altes Fossil aus Pakistan mit einem Männchen und einem schwangeren Weibchen untersuchten. Da der schon weit entwickelte Fötus mit dem Kopf voran im Geburtskanal lag, kann man davon ausgehen, dass Maiacetus inuus seine Jungen noch an Land zur Welt gebracht hatte. Bei heutigen Walen kommt das Junge mit dem Schwanz voran zur Welt. Dadurch wird das es noch während der Geburt mit Sauerstoff versorgt, da sonst die Gefahr des Ertrinkens besteht, bevor es die Mutter an die Wasseroberfläche bringen kann.

maiacetus_no_skel.jpg

Maiacetus inuus gehörte der ausgestorbenen Unterordnung Archaeoceti der Säugetiere an. Er hatte zwar noch vier Gliedmaßen, mit denen er sich an Land bewegen konnte, jedoch waren die Extremitäten schon sehr an das Leben im Wasser angepasst und eigneten sich besser zum Schwimmen. Vermutlich kamen die Tiere nur noch zur Paarung und Geburt an Land und lebten ansonsten die ganze Zeit im Wasser. Der gefundene Fötus hatte schon ein gut ausgebildetes Gebiss und war vermutlich schon früh selbständig.

Link: Zeichnungen und Infos bei der University of Michigan

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45 Pottwale vor Tasmanien gestrandet

23. Januar 2009 Keine Kommentare

Vor der australischen Insel Perkins, nordwestlich von Tasmanien, sind 45 Pottwale gestrandet. Tierschützer kämpfen momentan darum, 7 noch lebende Tiere vor dem Austrocknen zu bewahren. Die Helfer hoffen, dass sie die Wale bei der nächsten Flut wieder in offene Meer bringen können. Erschwert wird dies durch viele Sandbänke in diesem Gebiet.

Die Gründe für die Strandung sind noch unklar. Liz Wren vom Tasmania Parks and Wildlife Service vermutet, dass die Pottwale bei rauer See möglicherweise die Orientierung in der schmalen Seestrasse zwischen dem australischen Festland und der Insel Perkins verloren haben.

Leider handelt es sich bei der Strandung um keinen Einzelfall. In den vergangenen zwei Monaten sind im Nordwesten von Tasmanien 250 Wale gestrandet. Trotz meist schnell eingeleiteter Rettungsaktionen verenden die meisten Tiere dabei, da sie unter ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden.

Ein Video dazu gibt es bei SPON.

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Australischer Stupsfinnendelfin gesichtet

9. August 2008 Keine Kommentare

Vor der australischen Küste hatten Wissenschaftler das seltene Glück, den erst 2005 beschriebenen Australischer Stupsfinnendelfin (Orcaella heinsohni) zu filmen. Außerdem konnten sie DNA-Proben entnehmen.

orcaella_heinsohni.jpg

 

Hier finden Sie einen Bericht und Videoaufnahmen bei Spiegel.de

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Buckelwal vor Rügen gesichtet

30. Juli 2008 1 Kommentar

Buckelwal (Megaptera novaeangliae) Wie heute bekannt wurde, haben Biologen am Freitag vor Rügen einen etwa 12 Meter langen Buckelwal beobachtet und fotografiert. Die Biologen beobachteten am Cap Arcona Vögel und sahen auf einmal vor der Küste einen Wal. Trotz der Entfernung konnten sie anhand der charakteristischen, ⅓ der Körperlänge erreichenden Flipper, gut erkennen, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Sie konnten den Wal gut zwei Stunden lang dabei beobachten, wie er mehrfach hoch aus dem Wasser schoss und sich zurückfallen lies. Das ist eine typische Verhaltensweise von Buckelwalen.

Vermutlich ist der Wal bei seiner üblichen Sommerroute in die Antarktis einem Fischschwarm gefolgt und dabei durch die Nordsee in die Ostsee gelangt. Wie lange er sich hier aufhalten wird, ist ungewiss. Die Ostsee bietet diesen Tieren zu wenig Nahrung, allerdings können Buckelwale auch ohne ausreichende Nahrung eine ganze Weile auskommen. 

Buckelwale in der Ostsee kommen sehr selten vor. Der letzte Fall, dass in Deutschland ein Buckelwal gesichtet wurde, liegt schon 30 Jahre zurück. Damals am 24. August 1978 wurde ein gut 10 Meter langer Buckelwal ebenfalls vor Rügen gesichtet. Davor liegt die letzte dokumentierte Sichtung aus dem Jahr 1851 schon weit über 100 Jahre zurück.

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WWF: Wale nicht schuld an Überfischung

24. Juni 2008 Keine Kommentare

WWF-Berichte decken Schein-Argumente der Walfangnationen auf

Zu Beginn der 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile hat der WWF die Behauptung zurückgewiesen, dass Großwale an den zusammenbrechenden Fischbeständen schuld seien. Diese These hatten japanische Wissenschaftler aufgestellt und gefordert, Wale zum Schutz der Fischerei gezielt zu töten. In drei Berichten belegt der WWF gemeinsam mit der Human Society International (HSI) und dem Lenfest Ocean Programme, dass der drastische weltweite Rückgang der Fischbestände nichts mit dem Nahrungsbedarf von Großwalen zu tun hat. Zuvor hatten bereits Forscher aus aller Welt die so genannte „Wale fressen unseren Fisch-These“ teils heftig zurückgewiesen.

„Die Überfischung der Meere ist auf die industrielle Raubbau-Fischerei und den gestiegenen weltweiten Konsum zurückzuführen“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. Weltweit leben über 41 Millionen Menschen von Fischerei, die meisten in Entwicklungsländern. Die Nachfrage nach Fisch hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt und lag nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO 2007 bei 17,4 Kilo pro Kopf weltweit. 40 Prozent des gefangenen Fisches werden international gehandelt.

Die neuen Studien des WWF zeigen, dass die Fische, die auf dem Speiseplan von Walen stehen, für die Fischerei nicht attraktiv sind. „Großwale lieben Tiefsee-Fische, die für uns nicht essbar, zum Teil sogar giftig sind“, erläutert Homes. „Es besteht keine Konkurrenz zwischen Wal und Mensch um Speisefisch.“

Auch die Behauptung, wegen der Wale nähme die Größe der gefangenen Fische immer weiter ab, wird durch die WWF-Berichte widerlegt. Wale bevorzugen die kleinen Fische einer Art. Die Fischerei dagegen sucht sich bei den Arten, die sie fängt, die dicksten Fische zuerst. Das Ergebnis: In Fischernetzen landen vorwiegend kleine Fische, weil die großen bereits abgefischt sind.

Die japanische These hatte zuletzt vor allem unter Entwicklungsländern, die mit der Überfischung ihrer Gewässer zu kämpfen haben, Anhänger gefunden. Homes: „Es ist perfide zu behaupten, nicht die hoch subventionierten Industrie-Flotten der reichen Staaten seien an der Ausbeutung schuld, sondern Großwale. Die Industriestaaten müssen zu ihrer Verantwortung für die Überfischung stehen und sie bekämpfen, statt Meeressäugetiere zum Sündenbock zu machen, die seit Millionen Jahren Seit an Seit mit großen Fischbeständen geschwommen sind.“

WWF Deutschland
Presseinformation

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Chile erklärt Hoheitsgewässer zum Walschutzgebiet

24. Juni 2008 Keine Kommentare

Parallel zur Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) in Santiago de Chile erklärte die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet die Hoheitsgewässer Chiles zum Schutzgebiet für Wale. Das Gesetz beinhaltet ein dauerhaftes Walfangverbot in dem 5,3 Millionen Quadratkilometer umfassenden Gebiet. In der als Museum umgewandelten ehemaligen Walfangstation Quintay sagte die Staatschefin „Kein Wal darf mehr in unseren Hoheitsgewässern gejagt werden“.

Bei der Jahrestagung der IWC in Santiago de Chile wird auch über ein Schutzgebiet für Wale und Delfine im südlichen Atlantik beraten. Ein Antrag wurde von der sogenannten Buenos-Aires-Gruppe, der zahlreiche lateinamerikanische Länder angehören, eingereicht. Der Antrag sieht die Einrichtung einer Zone vor, in der Walfang dauerhaft verboten ist und das Beobachten von Walen gefördert wird. Damit der Antrag angenommen wird, müssen 75% der 80 IWC-Mitgliedsstaaten zustimmen, was in einem vorangegangenen Versuch nicht erreicht wurde.

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Zur 60. IWC-Tagung in Santiago de Chile (23.-27. Juni): Wie die Wale gerettet werden können

23. Juni 2008 Keine Kommentare

10 WWF-Forderungen an die IWC-Staaten vor Beginn der 60. IWC-Tagung am Montag

Heute beginnt die 60. Tagung der Internationalen Walfangkommission IWC in Santiago de Chile. Bis zum 27. Juni debattieren die mittlerweile 80 Mitgliedsstaaten über die Zukunft von Walen, Delfinen und Tümmlern. Doch um was geht es in Chile genau? Der WWF sagt, was geschehen muss, damit viele der hoch bedrohten Meeressäuger – vom über 30 Meter langen Blauwal, dem größten Tier der Erde, bis zum kleinen Zwergwal – auch in drei Jahrzehnten noch in unseren Weltmeeren schwimmen.

Die zehn WWF-Forderungen an die Staaten der IWC

1. Walfang stoppen: Seit 1986 wird den Walen offiziell eine Atempause eingeräumt. Seither gilt ein Moratorium für den kommerziellen Walfang  aller Großwalarten. Drei Staaten jedoch machen weiter Jagd auf diese Wale und legen ihre Fangquoten noch dazu selbst fest: Island, Norwegen und Japan. Norwegen hat Einspruch gegen das Moratorium eingelegt und ist damit nach den Statuten der Konvention nicht an das einstweilige Verbot gebunden; Japan und Island berufen sich auf den „wissenschaftlichen Walfang“ (s.u.), nutzen die getöteten Tiere jedoch für den eigenen nationalen Walfleischmarkt. Der WWF fordert den sofortigen Stopp des „wissenschaftlichen“ Walfangs. Die Konsumenten in den Walfang-Nationen stehen auf Seiten der Wale, immer weniger Menschen wollen das Fleisch noch kaufen. 

2. Den Anachronismus „Wissenschaftlicher Walfang“ abschaffen: Die IWC-Konvention stammt aus dem Jahre 1946. In Artikel VIII wird den Mitgliedsstaaten das Recht eingeräumt, sich selbst die Erlaubnis auszustellen, Wale für „wissenschaftliche Zwecke“ zu töten. Dieser Anachronismus – es gibt anerkannte Methoden, Wale wissenschaftlich zu untersuchen, ohne sie zu töten – muss aufgelöst werden. Schließlich deckt er selbst die Tötung stark bedrohter Arten wie des Sei- und des Finnwals. 

3. Ertrinken von Walen und Delfinen in Fischereinetzen beenden: Nach WWF-Schätzungen ertrinken jedes Jahr etwa 300.000 Wale, Delfine und Tümmler in den Netzen der Fischereiindustrie als ungewollter so genannter Beifang. Es gibt technische Lösungen, die helfen, den Beifang zu verringern. Der WWF fordert, diese Methoden als gute Fischereipraxis international verpflichtend einzuführen.

4. Klimawandel bekämpfen: Der Klimawandel gefährdet viele ohnehin bereits bedrohte Walarten zusätzlich. Besonders betroffen sind wandernde Walarten, die in Kaltwasserregionen ihre wichtigsten Nahrungsquellen haben. Steigt die globale Temperatur um mehr als zwei Grad Celsius an, könnte dies unweigerlich das Aus für eine Vielzahl heute bedrohter Meeressäuger bedeuten. Nach den Prognosen einer neuen WWF-Studie wird allein der Lebensraum der Wale im Südpolarmeer in 35 Jahren um bis zu ein Drittel geschrumpft sein. Auch um der Wale willen fordert der WWF deshalb einen konsequenten Kampf gegen den Klimawandel. 

5. Meeresverschmutzung bremsen: Chemikalien, tote Zonen ohne Sauerstoff, Lärm durch Schiffsverkehr: die blauen Weiten der Ozeane sind alles andere als idyllisch. Meerestiere sind starkem Stress ausgesetzt. Die Folge: Abmagerung, Fortpflanzungsunfähigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten. Der WWF fordert die IWC auf, Verantwortung für den Schutz der Meere zu übernehmen. Dazu gehört auch die konsequente Absage an Öl- und Gasförderung in wichtigen Walgebieten – zum Beispiel vor der russischen Insel Sachalin, vor der die wichtigsten Nahrungsgründe der letzten einhundert Westpazifischen Grauwale liegen.

6. Schiffskollisionen vermeiden: Viele Wale, Delfine und Tümmler kommen jedes Jahr ums Leben, weil sie mit Schiffen zusammenstoßen oder in Schiffsschrauben geraten. Schuld ist auch der starke Lärm unter Wasser und die Nutzung von Radar, der die empfindlichen Tiere in ihrer Orientierung stört. Der WWF fordert, alle technischen Möglichkeiten auszunutzen, um die Gefahren für Wale zu vermindern.

7. Auf die Forschung hören: In den letzten Jahren hat die vor allem von Japan und Island unterstützte Behauptung  in der IWC Karriere gemacht, Wale seien schuld am Zusammenbruch vieler Fischbestände. Wissenschaftlich ist diese These längst vielfach widerlegt worden. Der WWF fordert, diese unseriöse Behauptung gemäß der wissenschaftlichen Fakten ein für allemal von der Agenda der IWC zu streichen. Dazu wird der WWF zusammen mit anderen Organisationen kommende Woche Berichte veröffentlichen und erneut belegen, dass einzig die nicht nachhaltig betriebene industrielle Fischerei die Überfischung bewirkt. 

8. Schutzgebiete schaffen und finanzieren: An Land ist es selbstverständlich, auf hoher See die absolute Ausnahme: Weniger als ein Prozent unserer Weltmeere ist unter Schutz gestellt. Dies soll sich ändern, haben 190 Staaten auf dem UN-Naturschutzgipfel in Bonn vor rund drei Wochen beschlossen. Nun können 80 von ihnen beweisen, dass es ihnen ernst ist mit diesem Bekenntnis. Der WWF fordert die rasche Ausweisung von Meeresschutzgebieten und die notwendige Finanzierung (z.B. für Kontrollen), um den Walen Refugien zu bieten, in denen sich ihre Bestände erholen können.

9. Die Lähmung der IWC beenden: Seit Jahren wird auf IWC-Konferenzen nur noch um Mehrheiten geschachert: Überstimmen die Walfangbefürworter die Walschützer? Japan hat bereits vor einigen Jahren öffentlich zugegeben, Entwicklungsländern Geld zu bieten, damit sie in die IWC eintreten und dort für Japans Vorschläge stimmen. Inzwischen haben beide Seiten einen nahezu identischen Stimmenanteil. Die inhaltliche Arbeit ist durch diese Pattsituation fast vollständig zum Erliegen gekommen. Der WWF fordert ein Ende des Stimmenfangs für den Walfang und eine Konzentration auf die Lösung der Probleme.

10. Die IWC reformieren: Sollen die weltumspannenden Gefahren für Wale und Delfine auf der IWC verhandelt werden? Die Walfangnationen sagen nein, die Walschutzstaaten ja. Dabei brauchen Wale internationalen Schutz dringend wie nie: Alle anderthalb Minuten stirbt ein Wal. Im vergangenen Jahr hat die IWC beschlossen, nach neuen Wegen für die Konvention zu suchen. Der WWF fordert eine Reform, die Wale endlich schützt.

WWF Deutschland
Presseinformation

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26 Meter langes Blauwal-Modell zieht ins Ozeaneum

5. Juni 2008 2 Kommentare

Schwertransport rollt am frühen Morgen durch Stralsund

Stralsund (ots) – Der Gigant unter den Wal-Modellen der Greenpeace-Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ ist heute Morgen an seinem endgültigen Bestimmungsort im neuen Ozeaneum in Stralsund angekommen. Ein Schwertransport brachte das 26 Meter lange Blauwal-Modell aus der Fertigungshalle in Lüdershagen bei Stralsund zum Ozeaneum direkt am Stralsunder Hafen. Der Blauwal ist der erste von sieben Meeresriesen, die als lebensgroße Modelle ab dem 12. Juli im Ozeaneum besichtigt werden können. Greenpeace präsentiert die Ausstellung gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum.

„Dies ist ein wichtiger und spannender Moment in der Vorbereitungsphase unserer Ausstellung“, sagt Thomas Henningsen, Projektleiter bei Greenpeace. „Das Blauwal-Modell hat unsere Erwartungen weit übertroffen. Wir freuen uns darauf, mit Hilfe dieser naturgetreuen Exponate viele Menschen für den Schutz der Meere begeistern zu können.“

Fünf Monate dauerte die Fertigung des Blauwal-Modells. Ein Stahlgerüst im Bauch des Wales sorgt für die nötige Stabilität. Den Walkörper schnitzten und raspelten Bildhauer aus Styroporblöcken in Form. Spezialspachtel, Brandschutzfarbe und glasfaserverstärktes Polyesterharz sorgen für eine glatte, dehnbare und feuerresistente Oberfläche. Schließlich erhielt der Blauwal die für seine Art typische Farbe durch eine Lackierung. Die künstlerische Gestaltung verantwortet Peter Ardelt, Figurenbauer aus Dresden. Mit der Realisierung von „1:1 Riesen der Meere“ hat Greenpeace den Berliner Ausstellungsbauer Molitor GmbH beauftragt.

In der 20 Meter hohen Ausstellungshalle des Ozeaneums werden die Besucher auf Liegen unterhalb der Exponate die Dimensionen der „Riesen der Meere“ mit allen Sinnen erfahren. Neben dem Blauwal werden ein 16 Meter langes Buckelwalweibchen mit Kalb, ein 15 Meter langer Pottwal im Kampf mit einem Riesenkalmar, ein acht Meter langer Orca und eine Riesenalge zu sehen sein. Auch über die Bedrohungen der Wale wird die Ausstellung informieren. Die Auswirkungen des Klimawandels, Überfischung und die Verschmutzung ihres Lebensraumes sind heute neben dem Walfang die größten Gefahren für den Bestand der Wale. Greenpeace erweitert damit seine weltweiten Aktivitäten zum Schutz der Meere.

Die Buckelwalmutter, der Pottwal, der Riesenkalmar und der Kelp entstehen derzeit in zwei  Ateliers in Dresden und Stralsund. Orca und Buckelwalkalb sind bereits fertig gestellt. Anschließend werden alle Wale am Dach der Ausstellungshalle aufgehängt.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Greenpeace-Projektleiter Thomas Henningsen mobil unter 0171-8780 833 oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt mobil unter 0151-145 330 87. Foto- und Filmmaterial erhalten Sie unter Tel. 040-30618 -376 und -375. Mehr Informationen im Internet unter www.greenpeace.de und im aktuellen Weblog unterhttp://blogs.greenpeace.de/riesendermeere.

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