Vor der australischen Insel Perkins, nordwestlich von Tasmanien, sind 45 Pottwale gestrandet. Tierschützer kämpfen momentan darum, 7 noch lebende Tiere vor dem Austrocknen zu bewahren. Die Helfer hoffen, dass sie die Wale bei der nächsten Flut wieder in offene Meer bringen können. Erschwert wird dies durch viele Sandbänke in diesem Gebiet.
Die Gründe für die Strandung sind noch unklar. Liz Wren vom Tasmania Parks and Wildlife Service vermutet, dass die Pottwale bei rauer See möglicherweise die Orientierung in der schmalen Seestrasse zwischen dem australischen Festland und der Insel Perkins verloren haben.
Leider handelt es sich bei der Strandung um keinen Einzelfall. In den vergangenen zwei Monaten sind im Nordwesten von Tasmanien 250 Wale gestrandet. Trotz meist schnell eingeleiteter Rettungsaktionen verenden die meisten Tiere dabei, da sie unter ihrem eigenen Gewicht erdrückt werden.
Ein Video dazu gibt es bei SPON.
In Neuseeland hat das Delfinweibchen „Moko“ zwei Zwergpottwale – eine Mutter mit ihrem Kalb – gerettet, nachdem diese in Mahia Beach, rund 500 Kilometer nordöstlich von Wellington/Neuseeland, gestrandet waren. Tierschützer hatten vergeblich versucht die beiden Wale wieder ins offene Wasser zu bringen. Die Tiere waren aufgrund der Strapazen sehr geschwächt und strandeten immer wieder auf einer Sandbank. Malcolm Smith, ein Mitarbeiter der Umweltbehörde, sagte „Wir hatten schon befürchtet, die Tiere einschläfern zu müssen, um ihnen einen qualvollen Tod zu ersparen“.
Womit die Tierschützer jedoch nicht gerechnet hatten, war das Delfinweibchen „Moko“, welches seit ca. einem Jahr immer wieder in der Buch auftaucht und die Nähe zum Menschen sucht. „Moko“ hatte offenbar die „Hilferufe“ der beiden Wale gehört und näherte sich ihnen. Nach Angaben von Augenzeugen kommunizierten die Wale offenbar miteinander. „Moko“ führte die beiden Wale dann 200 Meter parallel vom Strand zu einem Kanal, der ins offene Meer führte.
Da die beiden Zwergpottwale danach nicht mehr gesichtet wurden, kann man von einer erfolgreichen Rettungsaktion ausgehen. „Moko“ kam danach übrigens gleich wieder zurück und suchte die Nähe von Menschen.